Lernt den Wald kennen! - Schätze des Waldes

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Schätze des Waldes

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike (1804-1875)

Kastanienmännchen bauen, bunte Blättergirlanden… Ich bin sicher ihr habt hundert Ideen, was ihr draußen und drinnen machen könnt.
Für uns Tiere im Wald ist es auch eine besonders ereignisreiche Zeit.

Lasst mich euch erzählen was alles so los ist:

Die Bäume verändern ihre Farbe. Sie werden erst gelb dann Rot dann braun und der Wald sieht bald aus wie ein Farben-Meer. Auch die Früchte des Waldes werden reif und fallen zu Boden, die Pilze sprießen aus der Erde und für viele Pflanzenfresser geht die Arbeit los.
Das Eichhörnchen beginnt Vorräte anzulegen, der Igel baut seinen Blätterhaufen und Vögel sammeln sich um unsere Wälder zu verlassen.
Testet doch einmal aus ob ihr genauso gut im Suchen und Finden seid wie die Tiere im Wald:

Schatzsuche

Der Wald eignet sich vor allem im Herbst für eine wunderbare Schatzsuche. Mit einem alten Eierkarton und einer Suchliste seid ihr für den nächsten Waldspaziergang bestens ausgestattet. Ihr findet verschiedene Listen im Download-Bereich oben.

Die Blätter fallen

Die Blätter fallen, das Obst tut’s auch.
Nur noch die Beeren leuchten am Strauch.
Die Disteln piksen,
die Igel quieksen,
der Herbstwind singt,
die Morchel stinkt.
Der Igel sprach zu seiner Frau:
„Heut gehn wir raus aus uns’rem Bau.
Wir wollen leckre Früchte suchen –
auch unter Eichen, Zwetschgen, Buchen.
Wir laden uns die Stacheln voll
Mit Birnen, Äpfeln, Trauben!
Der Herbst ist schön, der Herbst ist toll –
man kann es fast nicht glauben.

– Karossa Romelskin

Herbstlaub

Fallende Blätter sind eine wunderbare Bastel-Gelegenheit. Nutz sie und legt große Bilder oder bunte Mandalas. Macht euren Lieblingswaldplatz zu einem ganz besonderen Kunstwerk. Wie wäre es mit einem Wettbewerb? Wer kann das komplexeste Mandala bauen?
Oder für die Mutigen unter euch:
Lasst eure Erzieher mit verschiedenen Waldmaterialien ein Muster legen. Merkt euch das Muster gut und sammelt alle Bestandteile. Legt nun am gemeinsamen Startpunkt an und schafft ein gemeinsames Mandala.

Waldblätter

Dieses Blatt gehört zur Eiche. Man erkennt es an den schönen kurvigen Ausbuchtungen. Im Herbst werden die Blätter der Eiche braun. Meist bleiben bis zum Frühling Blätter in den Eichenbäumen hängen. Die Menschen bewundern Eichenbäume schon seit vielen Generationen. Daher gibt es viele Gedichte, Lieder und Geschichten über diesen Baum. Unter Downloads findet ihr eines der vielen Eichenmärchen, die es gibt.

Die Buche ist ein wunderbar großer und alter Baum. Bei uns in Deutschland ist die Buche einer der wichtigsten Bäume. Ihre Blätter erinnern in Form und Größe an ein Ei. Frische Blätter sind auf der Unterseite mit einem leichten kuschligen Flaum bewachsen.
Buchenholztafeln wurden früher oft zum schreiben und dokumentieren von Ereignissen benutzt. Daher ist die Buche Namensgeber für unsere modernen Bücher.

Dieses Blatt gehört zum Ahorn. Genauer gesagt gehört es zum Spitzahorn. Die Form des Ahornblattes erinnert an einen Schmetterling. Bei uns gibt es drei verschiedene Ahornarten: den Spitzahorn, den Bergahorn und den Feldahorn. Dieses Blatt gehört zu einem Spitzahorn. Man erkennt es an den gezwirbelten Spitzen. Ein Bergahorn hat gezahnte Kanten. Die Zacken erinnern ein wenig an eine Zeichnung von Bergen im Hintergrund. Der Feldahorn hat die kleinsten Blätter. Die Ränder dieser Blätter sind abgerundet.

Diese Blätter gehören zur Esche. Im Herbst zerlegen sie sich in ihre Einzelteile. Wenn sie noch grün am Baum hängen erinnern die Blätter der Esche an eine Kindergartengruppe die einen Ausflug macht. Ein Blatt besteht immer aus einer Erzieherin die voran geht und Zweierereihen die folgen.

Die Birke ist vor allem für ihren weißen Stamm bekannt. Im Herbst färben sich die münzengroßen Blätter leuchtend gelb. Von weitem kann man diesen schönen Baum sehen.

Das Blatt der Kastanie erinnert an eine Hand. Statt den normalen fünf Fingern hat dieses Blatt sechs. Oft sind die Blätter der Kastanie sehr zeitig im Herbst schon braun gefleckt. Diese Flecken werden von der Kastanienminiermotte verursacht. Die Larven der Motte wachsen in den Blättern heran und fressen das innere der Blätter auf ohne die Blattwände zu durchbrechen.

Die Kiefer ist ein sehr gut zu erkennender Nadelbaum. Mit seinen langen Nadeln unterscheidet er sich schon von weitem von den anderen. Aus der Nähe betrachtet sieht man, das immer zwei Nadeln zusammen hängen. Die Kiefer hat sozusagen Zwillingsnadeln. Die Kiefer ist auch der einzige Nadelbaum der Tanzen kann. genauere Beschreibungen dazu findet ihr wieder im Downloadbereich.

Die Fichte sticht. Die Tanne nicht. Tannen Nadeln haben im Gegensatz zur Fichte runde und platte Nadeln. Man kann sich an ihnen nicht stechen. Auf der Unterseite der Tannennadeln kann man deutlich zwei weiße Linien erkennen.

Herbstlaub-Experiment

Viele Blätter ändern jetzt im Herbst ihre Farbe. Je nach Baumart passiert das unterschiedlich schnell und in unterschiedlichen Farben.

Aber warum eigentlich? Was haben die Bäume davon?

Bäume ändern ihre Farbe, weil die Tage im Herbst kürzer werden und die Temperaturen kälter. Bäume brauchen viel Wasser um Leben zu können. Vor allem in den Blätter ist viel Wasser. Wenn es kalt wird fängt Wasser an zu Eis zu gefrieren. Eis ist größer als Wasser. Blätter und auch Baumstämme können nicht ihre Größe einfach so ändern. Damit sie nicht im Winter explodieren ziehen sich die Bäume im Winter in ihre Wurzeln zurück. Dabei wollen die Bäume möglichst viel mitnehmen um über den langen harten Winter zu kommen. Die Grüne Farbe wird also auseinandergebaut und in ihren Einzelteilen mit in der Wurzelgespeichert. Zurückbleibt die gelbe Farbe die wir normalerweise nicht sehen können. Wenn der Baum dann noch zeit hat fängt er an auch die gelbe Farbe auseinanderzubauen und mit in deine Wurzel zu nehmen. Zurück bleibt der rote Farbstoff den wir sonst nicht sehen können.

Das klingt erstmal verrückt und ganz weit hergeholt oder ? Es gibt aber ein ganz tolles Experiment, mit dem man das nachweisen kann. Ihr findet dieses Experiment im Download-Bereich.

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